Ekkehart Rotter [Bearb.]

Die Zeit Karls IV. 1372–1378

Verlag:

Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien

Erschienen (in):

= Urkundenregesten zur Tätigkeit des deutschen Königs- und Hofgerichts bis 1451. Hrsg. von Bernhard Diestelkamp / Akademie der Wissenschaften Mainz, Bd.10 (2014)

Umfang:

xlvii u. 600 Seiten

ISBN:

978-3-412-22435-6

"Der zehnte Band der Reihe und der fünfte für die Zeit Kaiser Karls IV. behandelt seine letzten Jahre 1372-78. Ein Großteil der 524 Regesten zeigt, dass der Herrscher als oberster Richter und sein Hofgericht in dieser Phase nur selten unabhängig von den politischen Erfordernissen agierten. Ob es um die luxemburgischen Machteinbußen am Niederrhein oder die Sicherung der Nachfolge für den Sohn Wenzel ging, um den deutschen Städtekrieg, die Revolte der Stadt Köln gegen den Erzbischof und ähnliche Vorgänge stets war Karl nicht nur zum politischen Handeln gezwungen, sondern auch zu rechtlichen Schlichtungen, streitbeendenden oder -verhindernden Mandaten und Gerichtsurteilen. Die Entflechtungen der verwobenen Komplexe verlangten seine ganze Erfahrung, diplomatischen Behauptungswillen und alle Durchsetzungskraft, wie die Regesten überzeugend bekunden."

(Verlagsankündigung)

 

“Die verdienstvolle Reihe, die seit Jahrzehnten im Rahmen eines Mainzer Akademieprojekts alle erreichbaren Urkunden zur Tätigkeit des Königs- und Hofgerichts in Regestenform zugänglich macht, steht vor einer gewissen Zäsur. Ekkehart Rotter, der zahlreiche Bände der Reihe zuverlässig und in einer hohen Qualität bearbeitet hat, geht in den Ruhestand ... In diesem Band stellt Rotter noch einmal 524 Urkunden im Regest vor. ... Die in dem Band versammelten Stücke kommen aus 92 verschiedenen Bibliotheken und Archiven aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Die Regesten zeigen die lange Beschäftigung Rotters mit dem Metier, sicher und gewandt leitet er den Benutzer durch die Fülle der Überlieferung. Eine kundige Einführung gibt zunächst Einblicke in die wichtigsten Konflikte, ein Sach- sowie ein kombiniertes Orts- und Personenregister erleichtern den Zugang zur Überlieferung. Einziges Monitum des sorgfältig edierten Bandes ist die Sinnhaftigkeit der Zuordnung der Orte in die heutige Kreisstruktur ... Ansonsten wird der Band seinen bleibenden Platz in der Forschung zu den königlichen Gerichten finden ...”
Nils Jörn, in: Baltische Studien. Pommersche Jahrbücher für Landesgeschichte, NF Bd. 105 (2015) S. 189f.


“Das Buch ist sehr zu begrüßen, da dessen Material erlaubt, die inneren Verhältnisse im Reich in den letzten Jahren Karls (seine letzte Urkunde wird  - auch wenn man nicht zwingend vom persönlichen Engagement des Kaisers kann -  nur nur vier Tage vor seinem Tod ausgestellt) genauer zu sehen.”
Ivan Hlaváček, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Bd. 123 (1915) S. 470f.